Antibiotika aus der Wabe

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Bären lieben ihn, Menschen mögen ihn als süßen Brotaufstrich. Aber auch anders angewandt, leistet Honig Erstaunliches. Denn Honig ist auch Medizin. Besonders der Manuka-Honig aus Australien und Neuseeland, der von den Bienen von der Südseemyrte eingesammelt wird. Sie ist (so weiß ich aus Wikipedia) eine Verwandte des australischen Teebaums, dessen Extrakte inzwischen auch in Apotheken und Drogerien die Regale füllen.

In „Microbiology“ haben nun Forscher aus dem britischen Cardiff gezeigt, dass der süße Brei einen unangenehmen Bewohner der Haut und Schleimhaut daran hindert, es sich dort behaglich zu machen. Ungestört bildet Streptococcus pyogenes Biofilme aus. Mit diesem fast undurchdringlichen Zuckerschichten schirmen sich Erreger gegen Angriffe des Immunsystems aber auch mechanischer und chemischer Saubermacher wie Bürste und Seife ab. (Wer etwas über Biofilme im Mund wissen will, mein DocCheck-Artikel erzählt mehr darüber)

Etwas Honig zu den Bakterien in der Kulturschale samt fertig ausgebildeten Biofilm. Zwei Stunden später blieben nur mehr 15 Prozent der Streptokokken übrig. Wo genau der Honig bei  der Annäherung Mensch-Bakterium angreift, ist noch nicht klar. Vielversprechnder Kandidat ist aber die Bindung an menschliches Fibronektin, das ein Startsignal für den Biofilm-Aufbau gibt. „ Wir haben herausgefunden, dass Honig die Anzahl der Oberflächenproteine auf der Bakterienzelle verringert und damit die Fibronektin-Bindung hemmt“, sagt Sarah Maddocks, die Leiterin der Forschungsgruppe.

Rund 80 verschiedene Bakterienarten kann dieser medizinische Honig am Wachstum hindern, ein Wissen, das sich schon die Maori, Ureinwohner Neuseelands, für die Behandlung ihrer Wunden zunutze gemacht haben. Vielleicht hilft damit die erschwingliche Medizin auch Hi-Tech-Kliniken, die kein Mittel mehr gegen multiresistente Bakterienstämme haben. Chronische Wunden machen inzwischen ein fünfundzwanzigstes der Gesundheitskosten in Industrieländern aus. Bisher haben Bakterien noch keine Mittel gefunden, sich gegen das süße Gift zu wehren.

Anmerkung: Warum man schon seit langer Zeit um die medizinische Bedeutung des Naturprodukts weiß und dennoch noch nicht weiter in de Entwickliung zum Arzneimittel ist? Vielleicht, weil sich die Pharmaindustrie damit kein Geld verdienen kann? Was wird aus den teuren Antibiotika, wenn Bienen die Fermenter ersetzen?

Zu lesen gibts die Forschungsergebnisse HIER.

Impfängste – die Statistik spricht dagegen

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Viele Eltern lassen ihre Kinder nicht impfen. Leider. Ein Teil der Befürchtungen liegt nicht nur in der Angst vor Autismus (inzwischen widerlegt) oder anderen Langzeitfolgen, sondern auch in einem „Impfschock“. Wenn das Kind den Impfstoff nicht verträgt, rastet das Immunsystem aus und es kommt zu einem „anaphylaktischen Schock“ .
Koliken, Atemnot, schließlich Blutdruckabfall und Kreislaufversagen. Welche Mutter würde ihr Kind nicht davor bewahren wollen – auch auf Kosten eines unvollständigen  Impfschutzes.
In den Archives of Disease in Childhood veröffentlichten Forscher aus dem englischen Southampton jetzt Zahlen, wie oft es zu einer solchen Allergie kommt. Sie suchten nach Zahlen für Impfprobleme bei Kinder unter 16 in den Jahren 2008 und 2009 in Großbritannien und Irland.
15 Fälle eines solchen Schocks meldeten die Ärzte kurz nach der Impfung mit Impfstoffen gegen Masern, dem Papilliom-Virus, Auslöser von Gebärmutterhals-Karzinomen, Meningitis, Hepatitis A und Typhus. Schinbar waren nur knapp die Hälfte echte Sofortreaktionen der Immunabwehr, die Adrenalin und eine Injektion notwendig machten.
Das wichtigste: Alle Kinder erholten sich vollständig, eines ganz ohne zusätzliche Behandlung. Drei der Kinder waren mit einem Adrenalin-Vorrat schon auf eine solche Reaktion vorbereitet, wussten also von ihrer Empfindlichkeit.
Stellt man die Risiken für die einzelnen Impfungen nebeneinander, kommt man auf Wahrscheinlichkeiten von ca 1: 9000 für Masern und 1: 700 000 für die Zervixkarzinom-Impfung. Bei rund fünfeinhalb Millionen Kindern kam es zu keinen solchen Abwehrreaktionen.
Aus meiner Erfahrung mit der „DocCheck-Gemeinde“ weiß ich, dass es unter den Impfgegnern sehr viele gibt, die sich wohl auch dieser Statistik verschließen werden. Hätte ich Kinder, ich würde sie jederzeit impfen lassen. Nicht nur für ihre Gesundheit, sondern auch um Europa  davor zu bewahren, dass dort wieder Kinder-Infektionskrankheiten wie Masern, Mumps oder Diphterie heimisch werden.
Den Artikel gibt HIER zu lesen.

Viele Eltern lassen ihre Kinder nicht impfen. Leider. Ein Teil der Befürchtungen liegt nicht nur in der Angst vor Autismus (inzwischen widerlegt) oder anderen Langzeitfolgen, sondern auch in einem „Impfschock“. Wenn das Kind den Impfstoff nicht verträgt, rastet das Immunsystem aus und es kommt zu einem „anaphylaktischen Schock“ .

Koliken, Atemnot, schließlich Blutdruckabfall und Kreislaufversagen. Welche Mutter würde ihr Kind nicht davor bewahren wollen – auch auf Kosten eines unvollständigen  Impfschutzes.

In den Archives of Disease in Childhood veröffentlichten Forscher aus dem englischen Southampton jetzt Zahlen, wie oft es zu einer solchen Allergie kommt. Sie suchten nach Mitteilungen über Impfprobleme bei Kindern unter 16 in den Jahren 2008 und 2009 in Großbritannien und Irland.

15 Fälle eines solchen Schocks meldeten die Ärzte kurz nach der Impfung mit Impfstoffen gegen Masern, dem Papilliom-Virus, Auslöser von Gebärmutterhals-Karzinomen, Meningitis, Hepatitis A und Typhus. Scheinbar waren nur knapp die Hälfte echte Sofortreaktionen der Immunabwehr, die Adrenalin und eine Injektion notwendig machten.

Das wichtigste: Alle Kinder erholten sich vollständig, eines ganz ohne zusätzliche Behandlung. Drei der Kinder waren mit einem Adrenalin-Vorrat schon auf eine solche Reaktion vorbereitet, wussten also von ihrer Empfindlichkeit.

Stellt man die Risiken für die einzelnen Impfungen nebeneinander, kommt man auf Wahrscheinlichkeiten von ca 1: 9000 für Masern und 1: 700 000 für die Zervixkarzinom-Impfung. Bei rund fünfeinhalb Millionen Kindern kam es zu keinen solchen Abwehrreaktionen.

Aus meiner Erfahrung mit der „DocCheck-Gemeinde“ weiß ich, dass es unter den Impfgegnern sehr viele gibt, die sich wohl auch dieser Statistik verschließen werden. Hätte ich Kinder, ich würde sie jederzeit impfen lassen. Nicht nur für ihre Gesundheit, sondern auch um Europa  davor zu bewahren, dass dort wieder Kinder-Infektionskrankheiten wie Masern, Mumps oder Diphterie heimisch werden.

Den Artikel gibt HIER zu lesen.

Arztbewertung – Denunzianten sind selten

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Nur ganz kurz, weil ich Moment im Stress bin und noch meinen Artikel über ,Damage Control” fertigstellen möchte. Dabei geht es um die Behandlung schwerverletzter Unfallopfer. Die Überlebensrate steigt ganz beträchtlich, wenn sich zuerst der Notfallarzt um die Gerinnungsstörung kümmert. Bei rund einem Viertel aller Notälle mit schweren Blutungen stockt die Blutung nicht mehr richtig. Wer also einfach Kochsalzlösung als Blutersatz hernimmt, handelt genau falsch! Zuerst Gerinnungsfaktoren oder Blutplasma, dann weiteroperieren!

Aber eigentlich wollte ich auf etwas ganz anderes hinweisen. Gestern abend hat DocCheck meinen Artikel über Arzt-Bewertungsportale online gestellt. Die ersten Reaktionen darauf sind gar nicht einmal so schlecht! Fazit:  Im Allgemeinen sind die Bewertungen viel besser als Skeptiker befürchtet haben. Dennoch gibt es immer wieder schwarze Schafe von der Konkurrenz oder wütende, übelwollende Patienten, die den Arzt im Bewertungsportal beschimpfen, genau wie gefaktes Lob. Noch eine ganze Menge Arbeit.

Genau wie für mich, der sich bemüht, diesen Blog trotz chronischem Zeitdruck nicht wieder einschlafen zu lassen.

Leseschwäche – Im Gehirn siehts der Neurologe schon lange vor Schulbeginn

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Interessantes zum Thema Lesen, Lesen lernen und Dyslexie, also bei großen Leseproblemen. In der aktuellen Ausgabe der amerikanischen Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) haben Forscher Kindern mit und ohne Leseprobleme beim lesenlernen ins Gehirn geschaut. Nun wissen wir, dass die Probleme nicht erst mit den frustrierenden Erlebnissen  zusammenhängen , geschriebene Worte zu entschlüsseln, sondern sich schon vorher im zentralen Nervensystem abzeichnen.

Das Team von Nadine Gaab vom Bostoner Kinderkrankenhaus las den fünf bis sechs Jahre alten Kindern Wortpaare vor. Danach mussten sich die jungen Studienteilnehmer entscheiden, ob  die Worte von der gleichen oder einer anderen Stimme gesprochen worden waren.

Leseschwäche äussert sich normalerweise im Gehirn in beiden seitlichen Hinterhauptslappen  und im linken Scheitel/Schläfenlappen. Tatsächlich waren die Signale der Kinder mit leseschwachen Familienmitglieder in dieser Region viel schwächer als bei ihren Altersgenossen ohne den Dyslexie-Familienhintergrund.

Später springt der Verstand-gesteuerte Stirnlappen bei Kindern mit Leseschwäche ein – aber erst dann, wenn Lesen tatsächlich zur Aufgabe für die Schulanfänger wird. Vorher, so bemerkten die Forscher bei den Versuchen mit ihren Sprößlingen im Vorschulalter, tut sich hier nichts.

Neurologen können also die Probleme bei leseschwachen Heranwachsenden sehr früh erkennen. Möglicherweise – wenn man um die erbliche Vorbelastung  bei dieser Fähigkeit weiß, bietet sich hier die Chanc, frühzeitig  spezielle Programme zustarten, damit aus der Dyslexie nicht ein Analphatismus wird,

Nachzulesen hier

Forschungspause bei Influenza – 60 Tage Denkzeit

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Gerade von „Science“ hereingekommen: In den letzten Tagen und Wochen gab es nicht nur für die Wissenschaftsseiten der Medien ein großees Hauptthema: Wie gefährlich sind Forschungen an Vogelgrippe-Stämmen, die eines Tages auch einfach von Mensch zu Mensch wandern könnten? Nicht etwa durch natürliche Auslese, sondern durch menschliche Manipulation – das wäre die erste durch den Menschen herbeigeführte Pandemie.
Vor kurzem haben sich staatliche amerikanische Stellen gegen die Veröffentlichung von Details der Versuche in Rotterdem und dem amerikanischen Madison gewandt, die eine solche Veränderung von Viren zusammengebastelt hatten und damit zumindest bei Frettchen im Labor die hohe Ansteckungsgefahr künstlich  erzeugten.
Nun aber haben Institutsleiter aus aller Welt ein Moratorium unterzeichnet, das eine Pause bei einer solchen Forschung an Grippevieren vorsieht. 60 Tage lang sollen die Versuche mit den gefährlichen Erregern (und zukünftigen Waffen?) eingestellt werden. In dieser Zeit sollen Wissenschaftler und staatliche Stellen auf großen Konferenzen diskutieren, wie es jetzt weitergehen soll.
Darf sich die Wissenschaft Forschungsansätze verbieten lassen? Oder ist es nicht besser Bescheid zu wissen, wie zukünftige Biowaffen funktionieren könnten und das der Öffentlichkeit auch zu sagen, anstatt „Geheimforschung“ zu betreiben? Oder sollte doch eher die Politik die Vorgaben machen, nach denen sich die Forscher richten können. Es sind schließlich Steuergelder.
Quelle: Moratorium und Diskussion

Gerade von „Science“ hereingekommen: In den letzten Tagen und Wochen gab es nicht nur für die Wissenschaftsseiten der Medien ein großees Hauptthema: Wie gefährlich sind Forschungen an Vogelgrippe-Stämmen, die eines Tages auch einfach von Mensch zu Mensch wandern könnten? Nicht etwa durch natürliche Auslese, sondern durch menschliche Manipulation – das wäre die erste durch den Menschen herbeigeführte Pandemie.

Vor kurzem haben sich staatliche amerikanische Stellen gegen die Veröffentlichung von Details der Versuche in Rotterdem und dem amerikanischen Madison gewandt, die eine solche Veränderung von Viren zusammengebastelt hatten und damit zumindest bei Frettchen im Labor die hohe Ansteckungsgefahr künstlich  erzeugten.

Nun aber haben Institutsleiter aus aller Welt ein Moratorium unterzeichnet, das eine Pause bei einer solchen Forschung an Grippevieren vorsieht. 60 Tage lang sollen die Versuche mit den gefährlichen Erregern (und zukünftigen Waffen?) eingestellt werden. In dieser Zeit sollen Wissenschaftler und staatliche Stellen auf großen Konferenzen diskutieren, wie es jetzt weitergehen soll.

Darf sich die Wissenschaft Forschungsansätze verbieten lassen? Oder ist es nicht besser Bescheid zu wissen, wie zukünftige Biowaffen funktionieren könnten und das der Öffentlichkeit auch zu sagen, anstatt „Geheimforschung“ zu betreiben? Oder sollte doch eher die Politik die Vorgaben machen, nach denen sich die Forscher richten können. Es sind schließlich Steuergelder.

Quelle: Moratorium und Diskussion


Tbc: Inzwischen nicht mehr zu kurieren – zumindest zuweilen in Indien

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Es ist wieder einmal soweit. Wieder einmal hat ein hat ein Land den traurigen Status erreicht, mit der Bekämpfung von Infektionen so schlampig umzugehen, dass sich ein Keim breit macht, der gegen alle bekannten Antibiotika resistent ist.

Dieses Mal hat es Indien getroffen. Der Keim macht Tuberkulosekranke preaktisch unbehandelbar. Vor fünf Jahren tauchte das Mycobakterium in Italien auf, zwei Jahre später im Iran. (Nicht dass aber jetzt jemand spekuliert, nur „I-Staaten“ wären gefährdet. Wie der Artikel in „Nature“ beschreibt, kommt die Entdeckung nicht ganz unerwartet. Schon seit einiger Zeit kursieren in dieser Region hochresistente Formen des Erregers. Und nicht nur dort: Laut WHO-Statistik zählen 57 weitere Länder zu den Gebietern, in denen der Keim gesehen wurde.

Mismanagement. Das sehen Experten als Grund dafür, dass immer wieder solche Mikroben auftauchen. „Resistenz ist hausgemacht, durch falsche Behandlung , falsche Strategie, falsche Behandlungsdauer“, sagt etwa Giovanni Migliori, Direktor Zentrums für Tuberkulose und Lungenkrankheiten im italienischen Tridate, das mit der WHO zusammenarbeitet.

Tbc taucht immer wieder als Krankheit auf, besonders häufig in Zusammenhang mit HIV. Mehr als jeder zehnte holt sich seine Infektion der Lunge in Zusammenhang mit der Immunschwäche. Aber nur jeder zwanzigste wird auch Antibiotikaresistenz getestet, bevor die Ärzte anfangen, die Infektion zu bekämpfen. Und nur jeder sechste bekommt die richtige Behandlung.

Bis die Ärzte merken, dass ihre eingeschlagener Weg falsch ist, vergeht nicht nur wertvolle Zeit, die den Patienten weiter schwächt, sondern auch genau jene Multiresistenzen weiter begünstigt.

Noch immer empfiehlt die WHO den Test von Sputum unter dem Mikroskop bei Tbc-Verdacht, genau wie vor ein hundert Jahren. Zumindest zugelassen ist eine neuere Diagnosemethode („Xpert“), die auch Angaben zur Resistenz gegen ds meist eingesetzte erste Antibiotikum, Rifampicin liefert.


Wie sieht es mit neuen Methoden aus? Die Tbc ist weitgehend aus dem Gesichtsfeld der begüterten menschen in den Industriestaaten verschwunden. Kein Wunder, dass die Pharmariesen nur sehr zurückhaltend auf diese Herausforderungen reagieren. Nur die Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen scheint nun doch zumindest etwas Bewegung zu bringen. Bayer arbeitet daran, sein Antibiotikum Moxifloxacin weiter zu verbessern, Tobotec und Novartis daran, auch multiresistente Erreger anzugehen.

Das wichtigste aber ist, Leitlinien für die Infizierten zu entwickeln, um das Aufkommen von neuen Resistenzen gar nicht erst zuzulassen. Nur dann hat auch indien ein Chance, dass die die Tbc nicht weiter ausbreitet und die Bevölkerung des menschenreichsten Staats der Erde reduziert.

Quelle: Nature

Der Adrenalin-Kick strömt aus dem Striatum

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Schon sein einiger Zeit wissen Neurologen und Sucht-Experten, dass beim der „Belohnung“ beim Rauchen, bei der Drogenspritze oder oder auch beim zwingenden Gang zum Kühlschrank das Striatum eine ganz besondere Rolle spielt. “Der “Streifenhügel” gehört zu den Basalganglien im Großhirn.
Ich weiß das auch, weil ich in dieser Woche an deinem Artikel arbeite, der sich mit dem Übergang zum Rauchen zu härteren Drogen wie Kokain beschäftigt.
In PNAS ist heute ein interessanter  Beitrag dazu erschienen: Warum sind Jugendliche eher als Erwachsene dazu bereit sich mit Risiken einen „Kick“ zu verschaffen? Warum kommt Depression, Schizophrenie und Abhängigkeit bei ihnen öfter vor als bei gestandenen Männern und Frauen?
Die Forscher leiten das von ihren Versuchen mit Ratten ab. Sie trainierten die Versuchtstiere zu einem bestimmten Verhalten (Kopf in ein Loch stecken – dann bekamen sie Futter)  und verglichen dann ihre Gehirnaktivitäten im Nucleus Accumbens und im dorsalen Striatum. Die großen Interneurone (das sind Nervenverbindungen zwischen unterschiedlichen Gehirnregionen) des Nucleus Accumbens sorgen dabei für das Belohnungsgefühl, die dorsalen Striatum-Nerven geben den Antrieb für das Verhalten, das für die Belohnung sorgt.
Erwachsene und junge Ratten unterscheiden sich nicht in der Aktivität im Nucleus accumbens.  Dagegen reagierten sehr viel mehr Nervenzellen des Striatum bei den vierpfotigen Teenagern beim Warten auf die Futter-Belohnung als bei den ausgewachsenen Tieren.
Überträgt man die schlussfogerungen von David Sturman und Bita Moghadam  von der University of Pittsburgh auf den Menschen, könnte das Striatum dafür verantwortlich sein, dass sich Jugendliche auf größere Risiken einlassen um ihr Belohnungszentrum zu befriedigen.
Zu lesen gibts das bei “PNAS”

Schon sein einiger Zeit wissen Neurologen und Sucht-Experten, dass beim der „Belohnung“ beim Rauchen, bei der Drogenspritze oder oder auch beim zwingenden Gang zum Kühlschrank das Striatum eine ganz besondere Rolle spielt. “Der “Streifenhügel” gehört zu den Basalganglien im Großhirn.

Ich weiß das auch, weil ich in dieser Woche an deinem Artikel arbeite, der sich mit dem Übergang zum Rauchen zu härteren Drogen wie Kokain beschäftigt.

In PNAS ist heute ein interessanter  Beitrag dazu erschienen: Warum sind Jugendliche eher als Erwachsene dazu bereit sich mit Risiken einen „Kick“ zu verschaffen? Warum kommt Depression, Schizophrenie und Abhängigkeit bei ihnen öfter vor als bei gestandenen Männern und Frauen?

Die Forscher leiten das von ihren Versuchen mit Ratten ab. Sie trainierten die Versuchtstiere zu einem bestimmten Verhalten (Kopf in ein Loch stecken – dann bekamen sie Futter)  und verglichen dann ihre Gehirnaktivitäten im Nucleus Accumbens und im dorsalen Striatum. Die großen Interneurone (das sind Nervenverbindungen zwischen unterschiedlichen Gehirnregionen) des Nucleus Accumbens sorgen dabei für das Belohnungsgefühl, die dorsalen Striatum-Nerven geben den Antrieb für das Verhalten, das für die Belohnung sorgt.

Erwachsene und junge Ratten unterscheiden sich nicht in der Aktivität im Nucleus accumbens.  Dagegen reagierten sehr viel mehr Nervenzellen des Striatum bei den vierpfotigen Teenagern beim Warten auf die Futter-Belohnung als bei den ausgewachsenen Tieren.

Überträgt man die Schlussfolgerungen von David Sturman und Bita Moghadam  von der University of Pittsburgh auf den Menschen, könnte das Striatum dafür verantwortlich sein, dass sich Jugendliche auf größere Risiken einlassen um ihr Belohnungszentrum zu befriedigen.

Zu lesen gibts das bei “PNAS”

Medizinische Information – unabhängig, sicher, unmöglich?

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Heute erschien wieder einmal etwas von mir bei DocCheck zum Thema “medizinische Information für Ärzte”.

Es ist gar nicht so leicht gute und zuverlässige Informationen zu finden. Selbst die Cochrane Library ist da nicht fehlerfrei. In dem Artikel sind aber einige gute Hinweise – insbesondere für englischsprechende Menschen – auf gute Informationsquellen.

Aktion gegen medizinisches Halbwissen und Abschreiberitis – Aufwändig aber lohnend!

Stark vernetzt im Web – kaum vernetzt im Gehirn

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Verbringen Sie Tage und Nächte vor dem Bildschirm? Sind Sie ein enthusiastischer Surfer im Meer des Internets?

Bisher mussten Fragebögen zur Selbstauskunft zur Diagnose der Internetsucht herhalten. In PLoS ONE zeigt nun eine chinesische Forschergruppe, dass sich die Sucht auch mit feiner Gehirn-Bildgebung darstellen lässt. „Diffusion Tensor Imaging“ gibt Auskunft darüber, ob Nervenzellen stark oder schwach vernetzt sind – oder wie gut sie Signale weiterleiten können. (erst kürzlich hab ich darüber zum Thema „Gehirnerschütterung“ etwas geschrieben.

Die Chinesen haben sich 17 Probanden aus dem Raum Schanghai herausgesucht, die Probleme mit dem „Quit“-Befehl ihres Browsers hatten und sie mit 16 Gelegenheitssurfern verglichen.

Tatsächlich fanden sie, dass die Gehirnareale für die Emotionskontrolle, Aufmerksamkeit, Entscheidungsfindung und Reizverarbeitung deutlich schlechter vernetzt waren, wenn sich die Person mehr im Web als in Gesellschaft herumtrieb. Generell fanden sich keine Regionen, denen das viele Surfen wirklich nutzte und für Nervenbahn-Zuwachs sorgte.

Also: Wer es genau wissen möchte, ob sein Kopf von der Pseudo-Bildung als Info-Junkie profitiert oder ihm eher schadet, der wende sich an seinen zuständigen Neurologen.

Zu lesen gibts den Artikel HIER.

Tod beim Sport – Ursache Hitzschlag und Gene – Doping als Rettung?

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Maligne Hyperthermie. Wer bei Wikipedia nachschlägt, erhält erst einmal eine seltene Komplikation bei Narkosen, die zu Organversagen und Tod führt. Erst in den letzten jahren wurde klar, dass der Tod von Sportlern an heißen Tagen auf die gleiche Störung zurückgeht.

Die Ursache ist ein Kalziumkanal bei Muskelzellen, im der Fachterminologie Ryanodin Rezeptor 1. Die seltene Mutation sorgt für ein Leck, das Kalzium aus der Zelle nach aussen lässt. Ganz besonders dann, wenn die Körpertemperatur ansteigt. Die Ansammlung von Ca-Ionen im Blut sorgt dann wiederum für ständige Musklekontraktionen, bis dann der Muskel irgendwann einmal versagt. Dabei strömt auch Kalium und Protein aus der Zelle und vergiftet Nieren und Herz und sorgt nicht selten für den Exitus. Bei der Narkose sorgt der Fehler im Porendesign für ein unkontrolliertes Ansteigen der Körpertemperatur – mit den gleichen Konsequenzen.

Im texanischen Baylor College of Medicine entdeckte Susan Hamlton und ihre Kollegen nun, dass ein Wirkstoff namens AICAR (5-Aminoimidazol-4-Carboxamid Ribonucleosid) an die defekten Kanal bindet und das Kalzium-Loch stopft. Zumindest Labormäuse rettete die AICAR-Pille damit vor dem Tod durch Hitzschlag bei Sport.

AICAR ist in der Sportmedizin nicht ganz unbekannt. Das Mittel steht auf der Doping-Liste der WADA, weil es die Glukose-Aufnahme in den Skelettmuskel stimuliert und ihm deutlich mehr Ausdauer verleiht. Denn die Substanz, eigentlich ein AMP-Protein-Kinase Agonist reduziert auch die Konzentration von reaktivem Sauerstoff-Radikalen in der Zelle und sorgt damit für längere Lebenszeit bei Ausdauer-Stress. Weil die Muskelpflege damit ganz ohne Arbeit funktioniert, hat AICAR auch einen Spitznamen: Training per Pille“.

Leider – wie üblich denken die Leute von der Öffentlichkeits arbeit des Forschungsinstituts gelich wieder an die die Möglichkeit für den militärischen Einsatz: Denn jungen Soldaten in der Wüste könnte sie vor unnötigen Hitzschlag-Risiken bewahren. Ach ja – auch für hitzempfindliche Hobbysportler geeignet – hoffentlich aber erst, wenn Studien am Menschen die Risiken der Einnahme aufzeigen.

Untersuchungen von Susan Hamilton, publiziert in Nature Medicine

Mehr über AICAR in Spiegel-online


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